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Von Men­schen erzählen

Gerb­st­edt (rhü). „Wir fühlen uns willkom­men hier. Die Men­schen haben uns offen aufgenom­men, und es war eine große Bere­itschaft vorhan­den, uns zu unter­stützen“, wis­sen Regiesseur Maik Bialk und Kam­era­mann Mar­cel See­hu­ber von den Gerb­st­edtern zu sagen. Das sind einige der Gründe, warum sich die bei­den Stu­den­ten der Fil­makademie Baden-Würtemberg (Lud­wigs­burg) für Gerb­st­edt als Drehort für ihre Abschlus­sar­beit entsch­ieden haben.
Am 1. Juli startet hier das Mod­ell­pro­jekt Bürg­er­ar­beit, das andererorts bere­its ange­laufen ist. Ein Jahr lang wollen die jun­gen Doku­men­tarfilmer die Bürg­er­ar­beit und vier Men­schen ganz per­sön­lich begleiten.

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Maik Bialk (li.) und Mar­cel Seehuber.

Was bedeutet es, nach langer Zeit wieder eine Arbeit zu haben? Welche Hoff­nun­gen hän­gen daran? Was verän­dert sich mit dem neuen Tagesablauf und den neuen Erfahrun­gen? …
“Wir hof­fen auf die Bere­itschaft der Leute, von ihrem Leben zu erzählen. Uns inter­essiert, was sie denken”, sagt Maik Bialk. Und dabei will das Team behut­sam und zurück­hal­tend vorgehen.

Maik Bialk und Mar­cel See­hu­ber arbeiten schon seit fünf Jahren zusam­men und ver­ste­hen sich — wie sie selbst sagen — “wie ein altes Ehep­aar”. Ihre bish­eri­gen Arbeiten sind ver­schiedene Doku­men­ta­tio­nen und Kurz­filme u.a. für den WDR. Beide Stu­den­ten wollen nun von den Men­schen und einer Gegend erzählen, die früher sehr stark von Arbeit geprägt war und heute in Deutsch­land kaum noch präsent ist.

Die Gerb­st­edter, die für die Bürg­er­ar­beit in Frage kom­men und Inter­esse haben, im Film aus ihrem eige­nen Leben zu erzählen, kön­nen sich in der Stadtver­wal­tung melden. Das let­zte Wort jedoch hat die Arge, deren Auswahlver­fahren für die Bürg­er­ar­beit noch andauert. Im Pro­jekt Bürg­er­ar­beit, das zeit­gle­ich in unserer Region auch in Hel­bra und Kel­bra anlaufen wird, wer­den arbeit­slose Men­schen, die keine Chan­cen auf dem ersten Arbeits­markt haben, in einem gemein­nützi­gen Bere­ich sozialver­sicherungspflichtig beschäftigt. Die Finanzierung von Arbeit statt von Arbeit­slosigkeit ist das Grun­dan­liegen des Konzeptes Bürgerarbeit.

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